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BILDUNGSREFERAT
des ZENTRUM HÖREN in Klagenfurt 
 


A
ufgabenbereich:
Erwachsenenbildung, Öffentlichkeitsarbeit,
Gebärdensprachkurse mit Trainingsangeboten, Kommunikationskurse, Seminare, Workshops, div.Informationsveranstaltungen,
Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen....

 


 


GEBÄRDENSPRACHKURSE
des ZENTRUM HÖREN / Bildungsreferat   
für Betroffene, Angehörige, Lehrer, Erzieher und für alle die schon immer mehr über Gebärdensprache wissen wollten :

Das Zentrum Hören/ Bildungsreferat möchte Taubheit bzw. Gebärdensprache zum Thema machen und nicht zum Produkt !
Nur wenn über dieses Thema mehr gesprochen wird, können Missverständnisse vermieden, Irrtümer aufgeklärt und kann Verständnis geschaffen werden, damit sich die Situation der tauben Menschen in Österreich endlich langfristig verbessert

In mehreren Stufen bzw. aufbauenden Kursen wurde versucht, Gebärdensprache als eigenständige, vollwertige Sprache, mit ihrer eigenen Grammatik, zu lehren. Öfters ist es bei den Lernenden nur zu einer "lautsprachbegleitenden Gebärdensprache" gekommen, was zwar in manchen Fällen hilfreich, aber letztlich nicht Gebärdensprache ist.

 

KURS NEU:

Aus den langjährigen Erfahrungen (über 20 Jahre) betreffend Gebärdensprachkurse für Hörende, ist in uns die Überzeugung gereift :  wir brauchen ein neues Kurskonzept!
Das Ziel ist ein schnelleres Erfahren, wie Gebärdensprache "funktioniert" und wie das "andere" Denken der tauben Menschen, für die die Gebärdensprache etwas ganz Natürliches ist, erfahrbar gemacht werden kann.
Daran wurde intensiv gearbeitet.
Der Pionierkurs startete versuchsweise im März 2011 und wird seither regelmäßig verbessert und so angeboten.

Angeboten werden auch Trainingsübungen zur WIEDERHOLUNG

( >> Infos dazu und aktuelle Termine auf unserer Seite unter Aktuelles )

 


 

 

KOMMUNIKATIONSFÖRDERUNG
mit visueller Unterstützung (KVU)

für Menschen mit Hörminderung

('schwerhörende')
/ CI-Träger

Aufbau, Entwicklung und Erprobung von Inhalten und Unterlagen für KVU-Kurse für Kinder und Erwachsene, für Eltern, Angehörige bzw. Betreuer und Lehrer.

Dieses Kursangebot  soll besonders auf Personen ausgerichtet sein,
die in Lautsprache kommunizieren, aber doch in ihrem Hörvermögen und/oder ihrer Sprechweise mehr oder weniger beeinträchtigt sind.(...speziell auch für CI-Träger !)
 

 

....siehe auch Referatstext zur Bedeutung von   "UNTERSTÜTZTE KOMMUNIKATION" ... HIER

Was ist die KVU ?

Problemstellung:

Hörbeeinträchtigte Personen ("schwerhörige") erleben vielfach Kommunikation mehr oder weniger als beständige Stresssituation. Die Konzentrationsfähigkeit wird stark beansprucht und baldige Ermüdung, zunehmende Aufnahmeschwierigkeiten, manchmal auch Aggression, sind die Folge. ....siehe auch   "Situation... mit Hörminderung"
Wie ist eine höhere Rate der Verständlichkeit, Ausweitung der zeitlichen Belastbarkeit und eine entspannte Kommunikation für Betroffene möglich ?


Lösungsansatz:

Eine Gruppe Selbstbetroffener (ARGE für Schwerhörige) hat sich bei wöchentlichen Workshops in den letzten 3 Jahren speziell mit dieser Problematik  auseinandergesetzt.

Hörtraining, angepasste Sprechweise, Gebärdensprache und unterstützende Gebärden wurden und werden zum Teil angewendet und erprobt bzw. als sehr wichtig oder förderlich erlebt .
Letztlich aber wurde erkannt, sie sind nicht die befriedigende Antwort auf die "einfache" Frage: wie komme ich als Hörbeeinträchtigter zu mehr Sicherheit, dass das Gehörte wirklich dem entspricht, was ich vermeintlich gehört hatte.
Und - die Lautsprache soll keinesfalls eingeschränkt noch in irgendeiner Weise ersetzt werden - im Gegenteil, es soll zu einer besseren (selbstsichereren) sprachlichen Ausdrucksweise führen.

Die Erkenntnis aus dieser intensiven Arbeit :  vorausgesetzt, dass die technischen Hörhilfen
(Hörgeräte, CI ...) gut angepasst und eingestellt sind, zeigt  vor allem der visuelle Bereich viel versprechende Möglichkeiten für eine Besserstellung in diesem Problemfeld.
Konkret : erkannt wurde, dass bestimmte Bewegungsmuster, Handzeichen/- formen, Körperhaltungen, entsprechende Mimik, usw. von der aufnehmenden Person intuitiv als unterstützende Bestätigung des Höreindrucks erlebt wird. Ähnlich lautende Worte können so bereits vorab ausgefiltert werden (z.B. Hände die GRAS visuell "nachfühlen" scheiden GRAF oder GRAZ aus).
Deutlich wurde, dass das visuelle Signal nicht beliebig wählbar ist. Sehr genau muss beobachtet werden (manchmal eine langwierige Suche), welcher visuelle Eindruck wirklich treffend ist und logisch bzw. möglichst eindeutig mit dem Wort / Inhalt verbunden wird.
In diesem Suchen sind Erkenntnisse aus der Erforschung der Gebärdensprache (Gebärdenentwicklung) sehr hilfreich.


Kursentwicklung:

In einzelnen Einheiten werden die unterschiedlichsten Themenbereiche, Ausdrucksformen, Befindlichkeiten, Lösungen von Problemsituationen usw. auf ihre visuelle Darstellbarkeit untersucht und in Zusammenarbeit mit Betroffenen und künftigen Anwendern geübt und erprobt.

 

Anmeldung erforderlich ! - Tel: (0463) 2615372 oder  0660 2580 456

 

Arbeitstreffen-Termine im ZENTRUM HÖREN:

jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat 18.00 - 20.00